25Immer wieder werde ich darauf angesprochen, dass ich mir ja keine Gedanken um mein Gewicht machen müsse. Ich bin ja sowieso dünn. Viele wissen nicht, dass ich nicht immer so aussah wie jetzt. Daher heute meine persönliche Erfahrung zum Thema abnehmen.

Diät oder Curvy-Blogger?

Manchmal kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich einmal 15 Kilo mehr mit mir herumgetragen habe. Ich habe immer gerne gegessen und am liebsten schnell und möglichst süß. Sich mit Süßem zu Belohnen und sich was zu gönnen – weil der Körper es ja braucht und man es sich ja leisten kann und will.

Ich wurde immer runder und weiblicher. Bauchfrei wollte ich nicht mehr gerne tragen. Meine Beine fand ich immer schon zu ausgeprägt. “Im Alter wird man ja nicht jünger” und “Das ist der normale Lauf der Dinge” redete ich mir ein und kaufte neue Kleidung, die bequemer war – Röcke, Stretch-Hosen, Kleider…

Der Wendepunkt – mein Startzeitpunkt zur Diät

Dann entstand der Modeblog. Man suchte nach Körperhaltungen, wo man möglichst schlank aussah – Strecken. Viel Rouge, möglichst viel Pony und Haare ins Gesicht. Es half nichts, ich musste mich der Wahrheit stellen. Entweder Curvy-Blogger sein oder etwas gravierend ändern. Gravierend ändern ist nicht leicht, wenn man sich an sein Leben gewöhnt hat und seine Gewohnheiten hat.

Dann sprang die Waage im Januar 2012 auf 65kg. Das war mir bei einer Körpergröße einfach viel zu viel. So schwer wollte ich niemals sein. Ab 60 hatte ich ein komisches Gefühl, aber 65 war mir viel zu viel. Ich war richtig sauer. Auf mich und auf Essen allgemein. Ich nahm ganz genau Maß und notierte alle Daten meiner schlauen Waage zusätzlich.

15 Kilo abnehmen ohne Hungern – Ernährungsumstellung

Ich wußte, ich muss essen, aber ich war richtig sauer auf mein Essen – aber ich war schlau genug zu wissen, dass ich Essen brauche und ebenfalls nicht hungern wollte. Aber wie viel muss man essen, wenn man keine Lust dazu hat? Der Anfang war nicht schwer. Ich aß einfach weniger, aber nicht gar nichts. Brotscheiben wurden dünner, Kuchenstücke kleiner, Teller generell kleiner.

Pro Monat verlor ich nun etwas über 1 Kilo. Ich wog mich teilweise 3 mal täglich um zu sehen, welche Auswirkungen was hat (z.B. wenn ich einen Liter Tee trank, war ich natürlich kurzzeitig viel schwerer). Jeden Monat nahm ich neue Daten und Maße auf und freute mich über jeden halben cm Umfang Verlust und jedes Kilo. Ohne zu hungern oder zu leiden.

Meine persönlichen für mich selbst hilfreichen Diät Tipps:

  • viel Wasser und Tee trinken (Brita Wasserfilter) – nur so hatte ich das Gefühl der Körper kann sich ausspülen und das Fett lösen
  • vor jedem Abendessen ein großes Glas Wasser
  • ganz langsam essen – versuchen so oft zu kauen wie es geht – nicht herunterschlingen
  • erst wenn der Mund leer ist nach dem nächsten Stück greifen
  • ganz bewusst essen und auf den Magen und Körper hören – nicht den Teller leeren, sondern spüren wann der Hunger nachlässt
  • der Magen wird sich auf Dauer wohl etwas verkleinern
  • man braucht einen inneren Willen – bei mir ging es eher in Richtung Wut, da ich sauer war, was das Essen in den letzten Jahren mit meinem Körper getan hatte
  • FDH (mein Teller war früher immer zu voll – nimm kleinere Teller – spiel deinem Kopf etwas vor, denn das Auge und die Zunge hat meist mehr Hunger als der Bauch)
  • 3-5 Mahlzeiten am Tag, aber nichts zwischendurch (der Körper braucht Phasen ohne Essen zum verbrennen)
  • fast täglich wiegen und einmal im Monat aufschreiben und Maße nehmen.

Meine persönlichen Heißhungertipps:

  • Wasser & Tee (Kamille, Pfefferminz, Fenchel-Anis-Kümmel, Jasmin)
  • Cappuccino
  • 1 Stück Schokolade im Mund zergehen lassen
  • bei Süßem generell vorher klar die gewünschte Menge bewusst abzählen und Tüte wieder weg
  • Chips z.B. auch möglich, aber im Mund zergehen lassen, nicht sofort hinunter knuspern
  • Der Appetit bleibt, was nun? Zähneputzen und Mundwasser nehmen hat mir jeglichen Heißhunger verdorben – Gelomyrtol bei Erkältung war auch ein zusätzlicher Appetit-Killer

15 Kilo Gewichtsverlust Diät Ernährung mit Instagram

Meine persönliche Instagram-Diät #Starbucks #Frappucchino

Ich habe mir z.B. immer wieder gerne einen großen Frappucchino mit Schokolade oder Karamell und Sahne bei Starbucks gegönnt. Als Belohnung für einen “harten” Tag. Natürlich tut man seinem Körper damit keinen riesigen Gefallen. Bei Instagram sind Likes zu verteilen sehr wichtig und so habe ich endlose Likes auf den Hashtag #Starbucks verteilt. Wer das tut ist automatisch nach über 50 Likes satt. Nie wieder habe ich mir danach einen Frappucchino bestellen wolle und wechselte zu Passionfruit Icetea. Instagram macht satt.

Brot,Kuchen und Pizza bei Diät selber backen

Es machte mich einfach satter. Ich weiß, welche Zutaten genau drin sind und es reichen kleinere Mengen um satt zu sein. Ich habe mir Stuten fürs Frühstück gebacken und fast täglich selber Pizzateig für meinen Gasgrill gemacht. Dazu noch selbst gebackenen Apfel-Steusel-Kuchen oder frische Waffeln für Nachmittags. Genau das brauchte mein Körper wohl. Natürlich kommt es auch hier auf die Menge an. Wenn euch hier die genauen Rezepte interessieren, schreibt es gerne als Kommentar. Evtl. erscheinen dann auch auf Dauer meine Rezepte auf meinem Blog.

Abnehmen zur Bodytransformation - Fitness Blogger Healthy Living - Gewichtsreduktion 15 Kilo abgenommen

Wie war die Pizza belegt?

  • Schinken oder Salami, Oliven, Chili und Käse. Chili feuerte meinen Körper an und ich hatte schneller genug. Dazu Pizzabrötchen mit salziger Butter. Auch hier galt: Die Menge machts! Das Auge isst bei mir mit. Ich habe mir angewöhnt immer erst den Mund komplett leer zu haben, bevor ich nach dem nächste Pizza-Stück griff…

Stutenbrot zum Frühstück? Wie passt das zur Diät?

  • Mich hat es satt gemacht – 2 dünne Scheiben selbst gebackener Stuten nur mit Margarine oder alternativ 4 Esslöffel Müsli. Ich war morgens nie wirklich hungrig und käme vermutlich auch bis Mittags ohne Essen aus – das wusste ich vorher nicht. Mittags gab es genau das gleiche, Müsli oder Stuten.

Kuchen essen bei einer Diät?

  • Selbst gebacken ging es bei mir. Kleine Stücke – erst frisch, dann eingefroren in den gewünschten Portionen. Ein kleines Stück wurde dann noch in vier kleine Stücke geschnitten. Oder nur einen bis zwei Esslöffel Waffelteig, statt eine ganze volle hübsche Waffel.

Ende meiner Diät – bzw. Ernährungsumstellung?

Als die Waage 49,6kg anzeigte war ich einerseits stolz, aber sah selbst auch ein, dass ich wieder ein paar Kilos mehr brauchte um weiterhin weiblich zu sein und nicht nur nach Knochen auszusehen. Ich bin stolz auf mich, es ohne zu leiden geschafft zu haben – über 15 Kilo – wow. Das hätte ich vorher niemals gedacht.

Zur Erstellung der Kalenderbilder lag mein Gewicht bei 56kg und ich dachte nicht, dass noch mehr Gewichtsverlust möglich ist. Beim Uber Summernite Event war ich bei 50kg. Die Schultern sehen mir zu knochig aus… Nun bin ich bei 52-53kg angekommen und fühle mich wohl. Trotz Hotelleben ist es nicht extrem angewachsen – ich will nur aufpassen, dass sich nicht Monat für Monat wieder ein Kilo dazu schleicht.

Abnehmen zur Bodytransformation - Fitness Blogger Healthy Living - Gewichtsreduktion 15 Kilo abgenommen

Meine Abnehm-Variante ist keine Allzweckwaffe – und jeder Kopf und Körper ist unterschiedlich. Es ist einfach mein persönlicher Weg gewesen 15 Kilo abzunehmen. Meiner Meinung nach Gesund, da ich nicht gehungert habe. Sport gab es nur sehr selten. Wenn ihr euch fragt, warum ich so wenig Obst gegessen habe? Mein Körper verträgt kaum Obst (Kreuzallergien) – es wäre eine zusätzliche Belastung gewesen. Also gab es nur Apfelmus im Kuchen 🙂 . Meine Blutuntersuchung beim Arzt ergab, dass meinem Körper an nichts fehlte.

Dünne Models – dünne Blogger

Vielleicht helfen euch meine Gedanken als Blogger zum Thema Diät und Abnehmen. Ich habe lange überlegt, ob ich es überhaupt zum Thema auf meinem Blog mache, da es für mich wirklich sehr persönlich ist und es so viele verschiedene Meinungen zu dem Thema gibt. Ich wollte euch aber einfach erklären, wie es bei mir funktioniert hat. Dennoch denke ich nicht, dass Blogger auch Model-Maße haben müssen und sollten. Blogger sind echte Menschen und die kann man zum Glück nicht in einen Berufs-Format stecken – und das ist auch gut so.

Was sind eure Erfahrungen mit Diäten und Ernährungsumstellung? Hat sich euer Gewicht über die letzten Jahre verändert?

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