In den letzten Wochen bin ich immer wieder mit erstaunten Gesichtern konfrontiert worden, wenn ich unterwegs war – ob zu Blogger-Events, Präsentationen und Workshops mit Unternehmen oder auch für Berichte über Hotels und Vorstellungen von Restaurants. Wenn man dankend das Glas Champagner am Empfang ablehnt, keinen besonderen Signature-Cocktail wünscht und auch zum Abendessen keinen korrespondierenden Wein wünscht. Die Fragen immer direkt wieder – „Wie – du trinkst keinen Alkohol?“ und sofort im zweiten Satz der dezente Ansatz „… aber du hattest doch kein Problem mit Alkohol…, oder?“

Ich finde es schon faszinierend – wie „kein Alkohol“ – direkt mit „Alkoholproblem“ in Verbindung gebracht wird und so wurde es doch einmal wieder Zeit für ein „Vanessa persönlich“ Posting und eine kleine Erklärung dazu.

Zunächst einmal, habe ich kein Problem mit Alkohol und auch nicht mit Menschen, die abends ein Glas Wein zum Abendessen genießen oder sich auf einen besonderen Cocktail freuen. Jeder so – wie er selbst möchte und selbst verträgt und ich kann auch ohne schlechtes Gewissen neben Menschen stehen, die ein Glas Champagner in Händen halten, mit Ihnen anstossen und einen schönen Abend und gute Gespräche führen doch habe ich für mich ganz persönlich vor ungefähr zwei Jahren entschieden, „Alkohol nein danke“.

Es ist fast unglaublich, wie viele Reaktionen man mit dem Satz „Ich trinke keinen Alkohol“ hervorrufen kann und wie viele Vergleiche automatisch im Kopf der Personen ablaufen. Natürlich beginnt es mit „Alkoholproblem“ und wenn es das nicht ist, kommt sofort der zweite Faktor „Schwangerschaft“ und eventuell die dritte Version „der Glauben“ verbietet es. Woran die wenigsten Menschen scheinbar denken, dass es Menschen gibt, denen Alkohol absolut nichts bringt und vielleicht auch einfach nicht schmeckt…

Natürlich habe ich auch früher gerne einmal ein schönes Glas Wein getrunken, auch einmal einen schönen Cocktail probiert und doch war es nicht das „Must-have“ für den Abend, um in gute Stimmung zu kommen oder Spaß zu haben. Es war einfach keine besondere Aktion und ich konnte genauso viel Spaß (oder gar mehr haben) – ohne einen alkoholischen Cocktail, ein Glas Wein, etc.

Es ist für viele Menschen schon eine „Überraschung“, wenn man über Luxushotels schreibt, Sterne-Gastronomie und besondere Clubs und Bars und in eben diesen Hotels, obwohl es massig Auswahl gibt keinen Alkohol trinkt, ein Glas guten Champagner ablehnt und sich eher über die besondere Flasche oder Verpackung freut, anstelle des Inhalts. Mir macht man mit Softdrinks, Wasser oder ab und zu auch „Dosen mit Flügeln“ viel mehr Freude…

Für mich ist dadurch allerdings auch ein besonderer neuer Faktor für den Blog entstanden – wie verhalten sich Hotels und Restaurants, wenn man anstelle der besonderen Weinreise beim Abendessen, nach einer nicht-alkoholischen Getränke-Begleitung fragt?

Während es in einigen Restaurants dann wirklich nur eine Flasche Wasser auf den Tisch gestellt bekommt, entfalten andere Restaurants eine ganz neue Stärke. Ein gutes Beispiel hierfür war mein Aufenthalt in der Villa Rothschild außerhalb von Frankfurt, wo die nicht-alkohlischen Cocktails – perfekt – auf den jeweiligen Gang abgestimmt waren und den Geschmack noch unterstrichen und verlängert haben. In dem Fall merkt man dann selbst schnell, ob sich der Sommelier nur mit seinen vorgefertigten Weinen auskennt oder auch das Menü alkoholfrei nach Wünschen der Gäste unterstreichen kann.

Da mir Schärfe (insb. Chilli, Pepperoni, Cayenne) und ebenfalls zu saure Lebensmitteln nicht bekommen, muss dieses natürlich ab und zu auch bei den Getränken und Cocktails beachtet werden und hierbei merkt man natürlich, wer Lust hat und dem Gast eine Freude machen möchte – oder wer nur seinen Alltagsablauf beherrscht oder abwickeln möchte.

Es ist schön, wenn man als Hotelgast irgendwann in Häuser kommt und man sich vorab informiert hat, die Flasche Rotwein eher mit anderen Dingen ersetzt wurden, eine Flasche Champagner durch die alkoholfreie Version ersetzt wird und die „bayrische Wurstplatte“ eher mit einem kleinen Gugelhupf und Schokolade ersetzt wird. Alkohol und deftige Speisen sind einfach Dinge, mit denen man mir keine Freude machen kann.

Wenn ich bei Veranstaltungen unterwegs bin, frage ich mich häufiger, bin ich wirklich die Ausnahme – wenn man die ganzen Teilnehmer sieht, alle mit Champagnerglas oder Cocktailglas in den Händen. „Wenn es nichts gutes zu trinken gibt, komme ich erst gar nicht“ – wie oft hört man diese Sätze und fragt sich dann, kommen diese Personen wirklich nur – weil es kostenlosen Alkohol gibt oder doch, weil die Menschen in der Gruppe gerne zusammen sind und sich auf gute Unterhaltungen freuen?

Vor einigen Jahren hatte ich bei einem Hotelaufenthalt in Schweden ein „interessantes“ Erlebnis. Zwischen 17 und 18 Uhr gab es ein „Meet & Greet Event“ – täglich – man stand in der Schlange, um überhaupt Einlass in die Clublounge des Hotels zu erhalten. Während man die ersten Minuten noch überlegte warum, wurde schnell klar, als man die Lounge betreten hat. In dieser Zeit gab es kostenlosen Alkohol. Alles andere war unwichtig. Vorteil für mich – ab 18.30 Uhr war ich alleine in der Clublounge und konnte die schwedischen Süßspeisen und Gerichte ungestört genießen… Die nächsten Tage begannen meine Club-Lounge Besuche erst um 18.30 Uhr 🙂

Nebenbei sollte man bei mir eben auch überlegen, wie viele Nächte ich im Jahr in Hotels auf der ganzen Welt verbringe – entweder sichtbar für den Blog – oder auch einmal dezent im Hintergrund für verschiedene Aktivitäten. Jeden Abend an der Hotelbar sitzen, ein Glas Champagner oder Wein mit jedem Hoteldirektor trinken und nach spätestens 10 Tagen wäre man Alkoholiker.

An dem einen Abend würde man sich noch an die Bar setzen und etwas trinken und bei der nächsten Kooperation drei Tage später, hätte man vielleicht keine Lust. Die Frage die sich dann natürlich ergibt, wenn die Bloggerin in Hotel A etwas getrunken hat und in Hotel B nicht – muss irgendetwas falsch sein. Es ist nichts falsch nur im „Job“ hätte ich generell keinen Alkohol getrunken oder gehört es für Euch dazu, im Büro, im Handwerk oder auch Transportwesen täglich ein Glas Wein zu trinken? Für mich ist auch mein Blog mein Job – und daher stehen den Partnern 100% Professionalität zu – und da gehört kein Alkohol dazu.

Ich hoffe, ich konnte nun einmal damit ein wenig aufklären, warum es für mich heißt – Alkohol nein danke und warum mein Weinglas häufig direkt leer bleibt. Vielleicht gibt noch einige Personen, die zukünftig auch den Mut haben und nur dann ein Glas Wein trinken möchten, wenn sie selbst dazu Lust haben und nicht, wenn das Gefühl da ist – ich stehe in der Gruppe und muss etwas trinken…

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